"Eine scheinbar banale Aussage. Ich las sie einmal als Motto einer Kunstausstellung und sie kam mir wieder in den Sinn, als ich gefragt wurde, ob ich meine Bilder in der Schule ausstellen würde, an der ich fast ein Vierteljahrhundert als Lehrer gearbeitet habe."

Johannes Lengert, Kollegen und sehr vielen Ehemaligen als Deutsch- und Erdkundelehrer noch sehr gut im Gedächtnis, widmet sich seit rund 10 Jahren wieder einer alten Leidenschaft - der Malerei. "So hat mich die Vergangenheit wieder eingeholt. Jetzt verbindet sie sich mit zwei baugeschichtlichen Ereignissen, zum einem mit dem hundertjährigen Bauhausjubiläum und und zum zweiten mit der inzwischen 66jährigen Geschichte des heutigen Niederrhein Kollegs."
Die Verbindung findet sich in der Person des Architekten Oswald Matthias Ungers. Ungers hat in der Zeit von 1953 bis 1958 wesentliche Erweiterungsbauten des Niederrhein-Kollegs gestaltet. "Die Beschäftigung mit der Geschichte des Bauhauses, der Blick auf meine „alte Schule“ aus einer gewissen zeitlichen Distanz, durch die häufig erst das architektonisch Besondere bewusst wird, und das Angebot, einige Bilder von mir auszustellen, haben mich dazu angeregt, auch neue Bilder zu malen, die gezielt auf die Ungersche Formgestaltung Bezug nehmen und gleichzeitig mit den Grundfarben spielen, wie sie das Bauhaus zum Lehrprinzip erhoben hat."

Die Werke von Johannes Lengert sind ab 18. Juni im Erdgeschoss des Neubaus zu sehen. Seine Ausstellung wird über das diesjährige Sommerfest bis mindestens zu den Sommerferien zu sehen sein. 

Mit dem Sommersemester 2019, exakt am 05.02., startete ein neues Vorhaben am NRK. Mit diesem Semester werden an unserer Schule freiwillige Förderstunden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik angeboten.

Freiwillig heißt, es kann kommen, wer mag, die Tür steht für alle Semester und alle Studierende offen, niemand muss kommen, und alle Studierenden dürfen ihre Fragen stellen, ihre Wünsche äußern oder Aufgaben bearbeiten. Damit haben wir eine Phase des freien Lernens geschaffen, um so den Studierenden die Möglichkeit zu geben, ihre potentiellen Schwächen zu beseitigen, ihre Stärken auszuweiten, sich noch einmal gezielt auf eine Klausur vorzubereiten oder einfach nur Sicherheit in dem zu gewinnen, womit sie sich täglich auseinandersetzen.

Da die Förderstunden dienstags, mittwochs und freitags jeweils in der achten Stunde beginnen, war die Nervosität der Lehrkräfte erstmal recht groß: Wie viele werden dieses Angebot tatsächlich annehmen?

Aber die alten Skeptiker wurden überrascht: Bisher erfreuen sich die Förderkurse großer Beliebtheit. Um die zehn Studierenden trudeln in den jeweiligen achten Stunden ein, verteilt über alle Semester, teilweise erscheinen neue Gesichter mit ganz akuten Fragen, teils haben Studierende die Förderstunden schon fest in ihren Stundenplan integriert, manche nutzen die Stunde zur Vorbereitung und eigenständigen Arbeit, mit der Möglichkeit, eben schnell noch eine Frage zu stellen, andere arbeiten sich durch die zur Verfügung gestellten Materialien durch, jeder so, wie es gefällt… Und damit ganz im Sinne des angedachten Konzeptes.

Die Förderstunden verteilen sich momentan wie folgt:

Dienstags, 8. Stunde, Deutsch

Mittwochs, 8. Stunde, Englisch

Freitags, 8. Stunde, Mathematik

Und damit hoffen wir, dass dieses neue Angebot am NRK bald kein neues Angebot mehr ist, sondern sich etabliert, sodass wir nicht nur das Fördern nicht vergessen, bei all dem Fordern, sondern dass das Fördern das Grundprinzip unserer Didaktik ist und bleibt.

Zwei langjährige Kolleginnen sind in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

Ruhig, mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten und im Kreise der Kollegen sowie bereits pensionierter Kollegen fand die Verabschiedung im Lehrerzimmer statt.

 

Frau Borchert unterrichtete mehr als 27 Jahre vor allem Mathematik an unserer Schule und wurde sowohl von den Kollegen als auch den Studierenden sehr geschätzt. Als Urgestein des NRKs unterichtete Frau Dressler über 32 Jahre lang an unserer Schule Kunst, Deutsch und Sozialwissenschaften - vielen Studierendengenerationen bekannt und von den Kollegen sehr vermisst, gönnen wir beiden Kolleginnen ihre neu gewonnene Freiheit sowie Freizeit und hoffen mit den besten Wünschen für den neuen Lebensabschnitt, dass sie noch viele ihrer Wünsche und Pläne umsetzen. 

Das NRK begrüßt seine neuen Studierenden des 1. Semesters und  wünscht ein gutes Einleben an unserer Schule.

Allen Studierenden ein schönes und erfolgreiches Sommersemester!