In Zeiten, in denen kaum bis gar keine außerschulischen Lernorte zur Unterrichtsergänzung besucht werden können, waren wir um so erfreuter, dass unser seit Anfang des Jahres geplantes Genlabor-Projekt stattfinden konnte.

Frau Dr. Hardt von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf leitete das Projekt. Ergänzend zu der schuleigenen Ausstattung brachte sie das notwendige Equipment mit und verwandelte den Biologieraum in ein Genlabor. Unsere grünen Kittel waren nicht nur notwendiges Utensil, sondern schufen zugleich das richtige Genlabor-Feeling in den eigenen vier Schulwänden. 

Unter dem Titel „Restriktionsverdau des Plasmid pBR 322 mit den Restriktionsendonukleasen BamHI und PvuII“ lernten wir in diesem molekularbiologischen Praktikum einige Arbeitstechniken kennen, die wir bisher nur theoretisch aus dem Buch oder ergänzenden Filmen kannten. 

Nach der Sicherheitsbelehrung wurden uns die Arbeitsmaterialien vorgestellt und wir starteten mit einer Pipettier-Übung.

Es war gar nicht so einfach mit den professionellen Pipetten geringe Wassermengen im μl Bereich abzumessen.

Nach der Übungsphase stellte jeder seinen Restriktionsansatz her, bei dem die richtigen Reagenzien zentrifugiert, pipettiert und zusammengeführt werden mussten.

Die Pufferlösung brachte Frau Dr. Hardt fertig mit, doch das Agarose-Gel für die Gelelektrophorese stellten wir selber her. Später wurde damit die Gelelektrophorese gefüllt und Seitenwände sowie Kämme zur Taschenbildung eingesetzt.

Nach der Abkühlung und "Aushärtung" des Agarose-Gels konnten wir die Kämme entfernen und in die entstandenen Geltaschen unsere Proben samt einem Standard und einer Kontrolle füllen. Jetzt hieß es für einen kurzen Moment konzentrieren. Lachen und Scherzen für einen Moment einstellen, die zittrige Hand mit der anderen Hand fixieren und mutig die Probe in die Geltaschen pipettieren.

Wir schafften es alle Proben sicher in die Geltaschen zu befördern. Dies sogar ohne, wie erst befürchtet, etwas kaputt zu machen. Als der Strom angestellt war mussten wir eine ganze Weile auf das Ergebnis warten.

Da wir ordentlich gearbeitet hatten, lohnte sich das Warten. Wir erhielten ein gutes, aussagekräftiges Gelelekrophorese Ergebnis. Dieses wurde nach der praktischen Arbeit theoretisch ausgewertet, sodass wir nochmal nachvollziehen konnten, was wir überhaupt gemacht hatten.

Nach 4 ½ Zeitstunden war die Arbeit getan und das Projekt erfolgreich beendet. 

Gespannt vernahmen wir während einer Arbeitsphase, dass Frau Dr. Hardt ebenfalls ein „Kind“ des Zweiten Bildungsweges ist. Als gelernte Maler-/Lackiererin holte sie ihr Abitur am Abendgymnasium nach und entdeckte ihre Liebe zur Biologie.

LOOP – das mobile Schülerlabor ist eine Leidenschaft von Frau Dr. Hardt neben ihrem eigentlichen beruflichen Arbeitsfeld.

Die erste Klausurenrunde ist fast geschafft und die Herbstferien nähern sich.

An den letzten Septembertagen gingen die Temperaturen stark runter und eine nasskalte Wetterlage sorgte auch für unangenehmere Temperaturen in unseren Unterrichtsräumen. Bei geöffneten Fenstern und Türen, um die Belastung durch Bioaerosole möglichst gering zu halten, kann ein Becher Tee/Kaffee und dazu am besten noch eine Wolldecke kleine Wunder bewirken.

Besondere Zeiten erfordern besonderes Handeln. Wir werden auch Lösungen für die noch kälteren anstehenden Tage finden.

Das Acryl-Pouring geht weiter.

Nach unserer langen Corona-"Pause" geht es nun wieder los. In Kleingruppen und gut geschützt - teils bis zu den Schuhen - werden wieder Farben mit Pouringmittel verdünnt und kreativ auf die Leinwände gegossen. Der Kreativität und dem technischen Experimentieren sind dabei kaum Grenzen gesetzt. 

Einige Werkbeispiele:

In der zweiten Woche wurden die Pouring-Techniken modifiziert und durch weitere aleatorische (zufällige) Verfahren ergänzt.

Das NRK begrüßt ganz herzlich seine neuen Studierenden.

Ein Vorkurs und 3 Klassen im 1. Semester sind frisch am NRK und werden sich hoffentlich gut und schnell einleben.

Bei tropischen Temperaturen und mit Mund-Nasen-Schutzmaske im Gesicht begann das Semester etwas anders als sonst.

Das NRK wünscht allen Studierenden ein erfolgreiches Semester. Bleiben Sie gesund!