Liebe Freunde und Förderer des Niederrhein-Kollegs!

Mit diesem Rundbrief möchten wir Sie über Veränderungen und Entwicklungen am Kolleg informieren und ganz herzlich zu unserem nächsten Treffen der Ehemaligen, LehrerInnen und Studierenden des Kollegs einladen, das am

Samstag, dem 20. Juni 2015 ab 15.30 Uhr

in der „VIP-Lounge“ Raum 4.011 (Neubau, Parterre )

des Niederrhein-Kollegs, Wehrstr. 69, 46047 Oberhausen

 gleichzeitig mit der Jahreshauptversammlung (JHV) stattfinden soll. Die Tagesordnung für die JHV sieht vor:

Top 1: Begrüßung der Mitglieder und Gäste; Eröffnung der Jahreshauptversammlung

Top 2: Wahl des/der Protokollanten/in

Top 3: Geschäftsbericht des 1. Vorsitzenden H. Isselhorst

Top 4: Bericht des Kassierers H. Katernberg

Top 5: Bericht der Schulleiterin Regina Zimmermann

Top 6: Bericht der Studierendenvertretung

Top 7: Diskussion der Berichte

Top 8: Bericht der Kassenprüfer

Top 9: Diskussion des Kassenprüfberichtes und Antrag auf Entlastung

Top 10: Neuwahlen von Kassierer und Kassenprüfern

Top 11: Anträge

TOP12: Verschiedenes (Termine)

Wir bitten, Anträge an die JHV dem Vorstand bis spätestens zum 10.06.2015 einzureichen.

Seit sieben Jahren sind das Ehemaligentreffen und die JHV in das Sommerfest am NRK integriert und die Besucherzahlen stetig gestiegen. Diese erfreuliche Entwicklung und die zahlreichen positiven Rückmeldungen stimmen uns optimistisch, dass auch in diesem Jahr wieder viele Ehemalige ihr „altes Kolleg“ besuchen werden. „Das diesjährige Sommerfest hält einige besondere Überraschungen bereit, denn zahlreiche künstlerische Vorführungen werden das bekannt umfangreiche lukullische Angebot abrunden“, verspricht das neue Organisationsteam um Frau Zimmermann und Herrn Busch.

 

Informationen aus dem Kolleg

 „Die Staatsangehörigkeit als Machtinstrument“

Eine eindringliche Ausstellung im NRK stellt die Opfer der Nazi-Verfolgung vor“(WAZ 2. 12.2014)

 

Eine Ausstellung des Bundesverwaltungsamtes am NRK informierte die Studierenden und die interessierte Öffentlichkeit in den vergangenen Monaten über die Schicksale zahlreicher Persönlichkeiten, denen nach 1933 die Staatsangehörigkeit aberkannt worden war.

Nach der sog. „Machtübernahme“ Hitlers Ende Januar 1933, wurde wenige Monate später das „Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit“ im Reichsgesetzblatt veröffentlicht. Von nun an konnten Menschen, die ins Exil gehen mussten „der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt werden, sofern sie durch ein Verhalten, das gegen die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk verstößt, die deutschen Belange geschädigt haben“ (§ 2 des Gesetzes).

Die Aberkennung der Staatsbürgerschaft war dabei nur ein Mittel, um Oppositionelle und andere unliebsame Menschen auszuschalten. Die Betroffenen waren von nun an nicht nur staaten- sondern auch schutzlos. Das Vermögen der ausgebürgerten Personen fiel anschließend dem nationalsozialistischen Staat zu. Insgesamt wurden zwischen 1933 und 1945 39.006 Personen ihrer Staatsbürgerschaft und ihres Vermögens beraubt. Ab 1941 wurde auch allen geflohenen und deportierten Jüdinnen und Juden ihre Staatsbürgerschaft aberkannt. Damit verloren schätzungsweise 250.000 bis 280.000 deutsche Juden automatisch ihre deutsche Staatsbürgerschaft und ihr Vermögen wurde beschlagnahmt.

Auf zahlreichen Infotafeln im Alt- sowie im Neubau des NRK konnten sich die Besucher über unterschiedliche Lebensläufe und Schicksale informieren. Darunter waren bekannte Persönlichkeiten wie die Schriftsteller Lion Feuchtwanger, Kurt Tucholsky und Thomas Mann, Politiker wie Willy Brandt, Philipp Scheidemann und Otto Wels oder der weltberühmte Physiker Albert Einstein. Daneben lernten die Besucher aber auch die Schicksale eher unbekannter Menschen etwa des Oberhausener Gewerkschaftsführers Heinrich Imbusch näher kennen. Die auszugsweise dargestellten Schicksale zeigten anschaulich, ausgehend von den Originalakten, den nationalsozialistischen Rassenwahn und die ab 1933 einsetzende staatliche Willkür.

Konzipiert wurde die Wanderausstellung vom Bundesverwaltungsamt, dass für die Wiedereinbürgerung von im Ausland lebenden ehemaligen Deutschen, denen in der Zeit des Nationalsozialismus die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden war, zuständig ist.

Für das NRK war dies die erste Ausstellung dieser Art. Initiiert wurde sie von Herrn Guido Heinzmann, der durch Bekannte über die Ausstellung erfahren hatte und diese dann zusammen mit engagierten Studierenden des NRK realisiert hat.

 

Die neue stellvertretende Schulleiterin, Kirsten Manfraß, stellt sich vor

 Liebe Mitglieder des Fördervereins,

mein Name ist Kirsten Manfraß und seit 1. April 2015 bin ich stellvertretende Leiterin des Niederrhein-Kollegs. Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn war nicht absehbar, dass es mich einmal hierher verschlagen würde…

Gegen Ende meines Referendariats, das ich an Gesamtschule und Gymnasium absolvierte,  wurden die Einstellungschancen von den Bezirksregierungen als „eher schlecht“ beurteilt. Deshalb beschloss ich, mich zwar über das damals übliche Listenverfahren NRW-weit an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs zu bewerben, gleichzeitig aber – ausgehend von meinen positiven Erfahrungen als Fremdsprachenassistentin in England – auch eine Bewerbung als sogenannte Bundesprogrammlehrkraft bei der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen zu platzieren. Kurze Zeit später saß ich in einem Flugzeug nach Chile, um meinen Dienst an der Deutschen Schule Santiago anzutreten.

Nun waren die Prognosen der Bezirksregierungen offensichtlich nicht ganz korrekt gewesen, denn als ich auch im zweiten Jahr in Chile begann, Einstellungsangebote abzulehnen – von Land und Leuten und der Arbeit an der Deutschen Schule war ich begeistert – wurde mir in einem freundlichen, aber bestimmten Telefonat mitgeteilt: „Wer sich bewirbt, muss damit rechnen, dass er auch mal eine Stelle bekommt“, und so wechselte ich zum 1. August 1998 an das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung in Mönchengladbach.

Fünf Jahre lang sammelte ich interessante Erfahrungen, über den Unterricht in klassischen FHR-Bildungsgängen wie der Höheren Handelsschule hinaus auch in der dualen Ausbildung von Groß- und Außenhandelskaufleuten sowie Industrie- und Automobilkaufleuten. Dann zog es mich zurück in die allgemeinbildende Schule und ins Ausland, und so packte ich zum 1. August 2003 abermals die Koffer, diesmal für einen Einsatz an der Deutschen Schule Athen.

Dort verlebte ich sehr intensive Jahre, denn als Fachleiterin für Deutsch als Fremdsprache und Leiterin der Vorbereitungskurse für griechische Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger war ich fast ausschließlich in der griechischen Abteilung der Schule eingesetzt und lernte so ein für mich neues Schulsystem kennen. Darüber hinaus wurde ab 2008 auch im schulischen Alltag „die Krise“ immer deutlicher spürbar.

Die Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2011 stand unabhängig davon von vornherein fest, da eine Tätigkeit im vermittelten Auslandsschuldienst über acht Jahre hinaus nicht möglich ist. Nach einer kurzen Zwischenstation als Koordinatorin der Höheren Handelsschule an der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf wurde ich ein Jahr später an das Ministerium für Schule und Weiterbildung abgeordnet.

Dort arbeitete ich als pädagogische Mitarbeiterin im Referat für schulische Arbeit im Ausland, internationalen Austausch, internationale Angelegenheiten und Auslandskontakte, bilaterale Abkommen sowie EU-Programme und -Vorhaben. 

Da pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Regel für drei Jahre an das Ministerium abgeordnet werden,  war klar, dass auch im Jahr 2015 wieder etwas Neues anstehen würde. Dieses Neue ist für mich meine Tätigkeit am Niederrhein-Kolleg.

Vielleicht war der Weg hierher ja doch irgendwie vorgezeichnet, denn bei näherer Betrachtung scheint er nicht schlecht zu den eher bunten Berufs- und Lernbiographien der Studierenden zu passen. Was ich in jedem Fall schon nach kurzer Zeit festhalten kann, sind die große Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, mit der mir alle am Schulleben Beteiligten begegnen – von Kollegium und Schulleitung über Hausmeister und Verwaltung bis hin zu den Studierenden. Deshalb freue ich mich, dass ein Ende diesmal nicht abzusehen ist, und hoffe auf viele Jahre guter Zusammenarbeit!

 

Bericht der Studierendenvertretung (Marvin Jeromin)

 Seit dem Schuljahr 2014/15, d.h. den momentan ersten beiden Semestern des NRKs, ist der GTR (d.h.: graphik-fähige Taschenrechner)  Casio FX-CG20 vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW zu einem verbindlichem Unterrichtsmaterial erklärt worden. Da dieser mit einem Preis von 77€ (mit div. Rabatten) ziemlich teuer ist, hat der Förderverein sich dafür eingesetzt, ein paar Geräte in den Schulbestand aufzunehmen.

 Die Kooperation mit dem Förderverein in dieser Sache wurde angeregt durch die SV, welche Kontakt zu dem Verein und dessen Vorsitzenden, Herrn Isselhorst, aufgenommen hat. Nach Absprache mit der Schulleitung soll so ein Ergebnis mit Mehrwert erzielt werden.

Es wurden zehn GTRs angeschafft, die für den Unterricht und notfalls auch für Klausuren entliehen werden können. Diese werden von dem Kolleg verwaltet und nur bei akutem Bedarf ausgeteilt. Das NRK freut sich darüber, die Taschenrechner zur Verfügung zu haben, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, wie z. B. bei Schülern, welche ohne dieses notwendige technische Hilfsmittel in Schwierigkeiten geraten würden.

Das Projekt verlief zufriedenstellend. Das NRK freut sich über die neuen Möglichkeiten, die es seinen Studierenden nun bieten kann und ist ein weiteres Mal über eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Förderverein glücklich.

 

 Die neue Cafeteria (Christoph Busch)

 Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum will er was zu essen, bitte sehr!

Dass der Mensch etwas zu essen braucht, ist nicht erst durch das berühmte Lied von Bertold Brecht allseits bekannt. Um dieser Tatsache am NRK umfassend Rechnung zu tragen, hat die Cafeteria im „Kafkabunker“ seit Februar 2015 mit Marko Poparic und Yvonne Pouch zwei neue Betreiber. Poparic, gelernter Koch aus Oberhausen, war gerade auf der Suche nach einem beruflichen Wechsel, da bot sich die Cafeteria am NRK, das auf der Suche nach einem neuen Betreiber für die schulinterne Cafeteria war, gerade an. „Ich wollte in Eigenregie arbeiten“, so Poparic, „und hier konnte ich genau das finden und meine Ideen und Vorstellungen umsetzen“.

Vom belegten Brötchen und verschiedenen Baguettes über warme und kalte Getränke bis hin zu Kuchen und kleineren süßen Snacks bietet die Cafeteria alles, was das Herz begehrt. Daneben gehören täglich wechselnde warme Gerichte wie selbstgemachte Pizza, Currywurst oder Reis- und Nudelgerichte zum reichhaltigen Angebot. Dass es schmeckt, belegt nicht allein die Tatsache, dass das Angebot von den Studierenden gut angenommen wird, auch die Lehrerinnen und Lehrer wissen, was gut ist und nutzen das umfangreiche neue Angebot der Cafeteria. „Unsere Erwartungen sind voll eingetroffen“, berichtet Poparic. „Wir fühlen uns am NRK voll angenommen. Es ist eine schöne Sache, jeden Tag mit jungen Menschen zu arbeiten.“

Für die nächsten Wochen und Monate hat der gelernte Koch noch einige Ideen, die er gerne umsetzen möchte. So soll das Angebot weiter ausgebaut und vor allem um vegetarische Gerichte erweitert werden. Die Cafeteria soll dabei auch als „gemütlicher Rückzugsort für die Studierenden dienen, in dem die Studierenden ihre Pausen und Freistunden genießen können“, so Poparic. Damit kann die Cafeteria das Zusammenleben und -arbeiten am NRK bereichern. An Ideen mangelt es ihm nicht. Neben einer Erweiterung der Räumlichkeiten plant der Betreiber beispielsweise auch die Möglichkeit, mittags etwas zu essen nach Hause mit zu nehmen.

Zwischen 6:00 Uhr und 14:30 Uhr (donnerstags bis zirka 13:00 Uhr) bietet die Cafeteria ihr leckeres Angebot allen Studierenden und Mitarbeitern des NRK an. Für die Zukunft wünschen wir den beiden viel Erfolg und noch viele weitere kreative und schmackhafte Ideen.

 

Informationen aus dem Kollegium

 Das NRK verabschiedet sich von Frau Annegret Gaentzsch und Herrn Dr. Gerold Hurtienne. Frau Gaentzsch und Herr Dr. Hurtienne sind beide Ende Januar nach langjährigem Dienst am NRK aus dem Schulleben ausgeschieden. Beide haben während ihrer Tätigkeit am NRK (seit 1978) das Schulleben aktiv mitgeprägt. Frau Gaentzsch war lange Jahre für die Betreuung der Referendare zuständig und leitete das Kursbüro. Herr Dr. Hurtienne hatte seit 1994 die Stelle als stellv. Schulleiter des NRK inne. Davor war er für die Organisation der Nichtschüler-Reifeprüfung zuständig. Für ihren wohlverdienten Ruhestand wünschen wir den beiden Pensionären von Herzen alles Gute.

Seit dem 18.5. kann das NRK zwei neue Referendare im Kollegium begrüßen. Herr Dirk Hinz unterrichtet die Fächer Deutsch und Philosophie, Herr Jens Fiedler Chemie und Mathematik. Wir wünschen den neuen Referendaren einen guten Start und eine erfolgreiche Zeit am NRK.

Das NRK freut sich mit 19 Kollegiaten, die im vergangenen Semester erfolgreich ihre Abiturprüfungen bestanden haben. Wir gratulieren den Abiturientinnen und Abiturienten zu ihrem Abschluss und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute!

Für das Sommersemester 2015 begrüßte das NRK drei neue Klassen im ersten Semester mit insgesamt 70 Studierenden.

 

Weitere Neuigkeiten aus dem Kolleg und die Berichte über die Aktivitäten des Vereins erfahren Sie bei unserem Treffen (PS: es gibt viel Erfreuliches zu berichten). Wir würden uns freuen, Sie recht zahlreich zum diesjährigen Sommerfest am Samstag, dem 20.Juni 2015 zu Kaffee, Kuchen und vielen weiteren Leckereien begrüßen zu dürfen.

Bis dahin bleiben Sie uns bitte treu und empfehlen Sie uns weiter. Der Verein freut sich über jedes neue Mitglied und das Kolleg ist in vielen Bereichen auf die unbürokratische Unterstützung durch den Verein angewiesen.

 

Herzliche Grüße aus Ihrem Niederrhein-Kolleg

 

Heinz Isselhorst Regina Zimmermann Christoph Busch Hans Katernberg

(Vorsitzender) (1. Stellvertreter) (2.Stellvertreter) (Kassierer)

 

Kontakt: : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Aktuelle Informationen, Bilder etc.: http://www.Niederrhein-Kolleg.de

 

Bitte vergessen Sie Ihre Beitragszahlungen nicht und teilen Sie uns Ihre Adressenänderungen mit!

Jahresbeiträge: Fördernde Mitglieder: 12,-- €, Studenten/innen: 3,-- €, Studierende: 2,-- € Konto: Förderverein NRK, Stadtsparkasse Oberhausen IBAN:DE08365500000000141051.

Der Verein ist vom Finanzamt Oberhausen-Süd, Steuernummer: 124/5785/0016, gem. $$ 51 ff als gemeinnützig anerkannt.