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Stand: 06.09.2008
Philosophie am Niederrhein-Kolleg
Hauscurriculum
  Einführungsphase:

2. Semester:      Einführung in die Philosophie / Philosophische Anthropologie

 

2.1       Einführung in die Philosophie

Leitfragen: Was ist Philosophie? Was sind ihre Gegenstände, was zeichnet ihre Fragen und ihre Antworten aus? (2.2.1 - 2.1.4)

2.1.1     Merkmale und Gegenstände philosophischen Fragens / Die vier Fragen Kants

2.1.2     Disziplinen der Philosophie

2.1.3     Das Staunen als Ursprung philosophischen Fragens (J. Garder)

2.1.4     Definition Philosophie

 

2.2       Probleme der Bestimmung des Menschen (Philosophische Anthropologie)

Was ist der Mensch? (2.2.1,  2.2.2)

2.2.1     Einführung

2.2.1.1  Eigene Bestimmungsversuche des Menschen

 

2.2.2     Bestimmungsversuche des Menschen im Vergleich zum Tier

Sind Mensch und Tier graduell oder prinzipiell verschieden? (2.2.2.1, 2.2.2.2)

2.2.2.1     Der Mensch als graduell vom Tier verschiedenes Wesen

2.2.2.1.1  Der Mensch als Produkt der Evolution (Ch. Darwin)

2.2.2.1.2  Instinktives Verhalten beim Menschen (H. v. Ditfurth, I. Eibl-Eibesfeld)

2.2.2.2     Der Mensch als prinzipiell vom Tier verschiedenes Wesen

2.2.2.2.1  Der Mensch als Kulturwesen (A. Gehlen)

2.2.2.2.2  Der Mensch als Geist besitzendes Wesen (M. Scheler)

 

2.3        Methodik/Einbezug weiterer Disziplinen und Wissensgebiete

Umgang mit philosophischer Fachterminologie; Arbeitstechniken der Textanalyse; philosophische Textanalyse: inhaltliche Texterschließung; verschiedene Textsorten kennen lernen; Argumentieren: Argumenttypen;

Naturwissenschaften

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Qualifikationsphase:

3. Semester:      Probleme des menschlichen Handelns (Ethik)

 

3.1        Einführung

Was ist Ethik im Unterschied zur Moral? (3.1.1, 3.1.2)

3.1.1.    Begriffsklärungen: Definitionen von Ethik vs. Moral

3.1.2     Merkmale moralischer Urteile

 

3.2        Die Bedeutung des Begriffs der Freiheit im Rahmen ethischer Reflexion

Was ist Freiheit? Welche Bedeutung hat der Begriff der Freiheit für die Reflexion ethischer Fragestellungen? (3.2.1 – 3.2.4)

3.2.1           Definition Freiheit

3.2.2           Freiheit vs. Determination

3.2.3           Willensfreiheit vs. Determinismus

3.2.4           Freiheit vs. Verantwortung; Definition Verantwortung

3.3        Durchgang durch ausgewählte normative Positionen

Wie soll der Mensch handeln? (3.3.1 – 3.3.6)

Wie kann moralisches Handeln begründet werden? (3.3.1 –3.3.6)

Welche Bedeutung haben die Aspekte Freiheit, Determination und Verantwortung in verschiedenen normativen Ansätzen? (3.3.1 – 3.3.6)

3.3.1     Ethischer Egoismus (M. Stirner)

3.3.2     Mitleids-Ethik (Schopenhauer)

3.3.3     Teleologische Ethik: Utilitarismus (J. Bentham, J. S. Mill) [LK: Singer]

3.3.4     Exkurs: Glück (positiver und negativer Hedonismus: Aristipp, Epikur; Buddhismus)

3.3.5     Deontologische Ethik (I. Kant)

3.3.6     Verantwortungsethik (H. Jonas)

 

3.4        Überblick über die Bereiche der Ethik

Welche Fragebereiche lassen sich innerhalb der Ethik unterscheiden?

3.4.1    Begriffsklärung: Definitionen normative Ethik / Metaethik / angewandte Ethik (N. Hoerster)

 

3.5        Methodik / Einbezug weiterer Disziplinen und Wissensgebiete

philosophische Textanalyse: Textvergleich und Stellungnahme; Begriffe definieren; sprachanalytisches Philosophieren

             Philosophie anderer Kulturkreise

 

 

4. Semester:      Probleme von Politik, Recht, Staat und Gesellschaft (Rechts- und Staatsphilosophie)

 

Wie soll ein idealer Staat aussehen? (4.1.1 – 4.4.1)

Welche Bedeutung haben Recht und Gerechtigkeit im Staat und wie sind diese umzusetzen und zu schützen? (4.1.1 – 4.4.1)

 

4.1       Einführung

4.1.1     Eigene Entwürfe staatlicher Organisation

 

4.2       Staat und Gerechtigkeit in der antiken Staatsphilosophie

4.2.2     Platons Staatstheorie, Definition Aristokratie

4.2.3     Exkurs: Definition Gerechtigkeit

4.3       Staat und Recht in der klassisch-bürgerlichen Staatsphilosophie

4.3.1     Naturzustand und Staatskonzeption bei Th. Hobbes, Definition Absolutismus

4.3.2     Begriffsklärungen: Definitionen Staat; Naturrecht / Vernunftrecht vs. positives Recht

4.3.3     Naturzustand und Staatskonzeption bei J. Locke, Definitionen Monarchie und Demokratie

4.3.4     Montesquieu: Gewaltenteilung

 

[4.4      Aspekte der modernen Staatsdiskussion

4.4.1     LK: Gerechtigkeit (J. Rawls, F. A. von Hayek)]

 

4.5        Methodik / Einbezug weiterer Disziplinen und Wissensgebiete

             Gedankenexperiment; verschiedene Textsorten kennen lernen

 

5. Semester:      Probleme des Denkens, Erkennens und der Wissenschaft (Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie)

 

5.1                 Einführung

Was sind die Grundelemente des Erkenntnisprozesses? Was kann ich wissen? (5.1.1, 5.1.2)

5.1.1     Begriffsklärungen: Definition Subjekt, Objekt, Wahrnehmung, Reflexion, Selbstreflexion

5.1.2     Der naive Realismus, Definition Realismus

 

5.2        Zweifel als Grundlage der Erkenntnis

Was kann ich wissen? Wie kann Wissen begründet werden? (5.2.1 – 5.2.6)

5.2.1     R. Descartes, Definition Rationalismus

5.2.2     Platon: Das Höhlengleichnis; Definition Idealismus

5.2.3     J. Locke, Definition Empirismus

5.2.4     D. Hume, Definition Skeptizismus

5.2.5     Begriffsklärungen: Definitionen Wissen und Erkenntnis, Wahrheit, Wirklichkeit

[5.2.6    LK: Kant; Definition Kritizismus]

 

5.3        Wissenschaftstheorie

 

5.4        Methodik / Einbezug weiterer Disziplinen und Wissensgebiete

Argumentieren: Induktion und Deduktion

Metaphysik

 

6. Semester:      Probleme der Bestimmung des Menschen (Philosophische Anthropologie)

 

z. B.:

6.1        Anthropologische Bestimmungsversuche in der Existenzphilosophie

Was ist Phänomenologie? (6.3.1, 6.3.2)

Was ist der Mensch? (6.3.1, 6.3.3)

6.1.1     Die Bedeutung des Anderen (J.-P. Sartre)

6.1.2     Zur Methodik in der Existenzphilosophie: Phänomenologie (E. Husserl)

6.1.3     Der Mensch als Entwurf seiner selbst (J.-P. Sartre)

 

6.2        Methodik / Einbezug weiterer Disziplinen und Wissensgebiete

phänomenologisches Philosophieren

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Autoren, die in den Vorgaben zum Zentralabitur genannt werden, sind unterstrichen

Daniel Niessen

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